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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Gedanken, Gedichte, Sprüche
Galgenhumor
welches ich schon vor vielen Jahren geschrieben habe.
Dass ich es heute hier vorstelle liegt an meinem letzten Posting
und einigen Kommentaren dazu.
Vielleicht findet sich ja so manche(r) von Euch hier wieder?!

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04.12.2011, 10.38 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL
Erntedank
Sich von den Farben
des Herbstes berauschen lassen

seine Früchte ernten
und sich daran erfreuen

dankbar sein für alles,
was der Herbst uns schenkt.
Bilder und Text: © ET
02.10.2011, 07.00 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gesichter des Sommers
Der Himmel senkt sich stark hernieder
und seine Schleusen öffnen sich.
Es blitzt und donnert immer wieder,
es regnet - und ich freue mich.
Der Regen fängt sich ein den Staub,
die Luft wird klar und rein.
Gewaschen wird der Bäume Laub -
ich atme ganz tief ein!
Blumen und Gräser recken sich
empor nach langer Trockenheit.
Menschen und Tiere freuen sich -
der Regen erfrischt in dieser Zeit.
Vögel baden in großen Lachen,
sie plantschen und zwitschern vor Wonne,
plustern sich auf und schütteln sich -
und warten auf die Sonne.
Sie bricht hervor aus Wolkenbergen,
die Luft dampft und bringt Schwüle.
Wir alle nur kurz zehren werden
von des Gewitters Kühle.
So ist des Sommers Auf und Nieder:
wir stöhnen vor Hitze und Sonne.
Doch dann bewölkt sich der Himmel wieder -
der Regen ist Wohltat und Wonne.
© Edith Tries
23.08.2011, 11.18 | (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL
Frühlingserwachen
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Frühlingserwachen
Zartes Grün überzieht graue Zweige.
Weidenkätzchen drängen ans Licht.
Die Wintertage gehen zur Neige
und Sonne tanzt auf meinem Gesicht.
Krokusse - bunten Tupfen gleich -
und Narzissen erheitern die Seelen.
Der Frühling beschenkt meine Sinne reich,
der Winter wird mir nicht fehlen!
Allmählich erwärmt sich die Winterluft,
ich spüre, wie die Natur erwacht.
Ganz leicht weht zarter Blumenduft,
vergangen ist des Winters Nacht!
© Edith Tries
24.03.2011, 19.02 | (9/9) Kommentare (RSS) | TB | PL
Silvester / Neues Jahr
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Dass Du voller Dankbarkeit
für alles Gute
auf dieses Jahr zurück blickst -
dass Du Bedrückendes und Schweres
aus diesem Jahr
annehmen kannst als Teil Deines Lebens -
dass alles, was gewesen ist,
jetzt oder später einen Sinn macht
und Dein Leben bereichert -
das wünsche ich Dir.
Dass Du das beginnende Jahr
hoffnungsvoll begrüßt
und ihm Zeit lässt,
sich zu entfalten -
dass Du keine unerfüllbaren
Anforderungen und Wünsche
an dieses Jahr stellst
sondern es nimmst, wie es kommt -
dass Du deine Ziele
für das beginnende Jahr
nicht zu hoch steckst
sondern in kleinen Schritten gehst -
dass dieses Jahr 2011
ein gutes und gesundes,
ein liebevolles und erfülltes Jahr
für Dich und die Deinen wird -
das wünsche ich Dir von Herzen.
© Edith Tries
31.12.2010, 12.19 | (8/8) Kommentare (RSS) | TB | PL
Besinnliche Zeit ...?
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Dieses Gedicht habe ich vor einigen Jahren für die Advents-/ Weihnachtsfeier einer Krebs-Selbsthilfegruppe geschrieben. Daher erklärt sich die letzte Strophe.
Ich bin der Meinung, dass sie sich - so wie das ganze Gedicht - auf das Zusammenleben aller Menschen übertragen lässt.
Nachtrag v. 08.12.: juchhe, juchhe, juchhe der erste Schnee es fehlt ein "e"
Aufmerksam gemacht von ihr musste ich feststellen, dass ich tatsächlich in meinem Text einen Buchstaben vergessen habe.
Da alles fest eingebunden ist, kann ich das leider nicht mehr abändern.
Aber ich tröste mich mit dem Gedanken: Fehler sind menschlich - und hoffe auf Euere Nachsicht :-)
07.12.2010, 18.38 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
In die Zukunft blicken?
> 13 Jahre ist es jetzt her, daß wir uns kennen. Ob es damals besser gewesen wäre, wenn wir gewußt hätten, daß wir das schaffen? <
Diese Frage von Zitante Christa hat mich tatsächlich ans Grübeln gebracht, denn die Frage bezieht sich nicht darauf, ob wir mit einer so lang anhaltenden Freundschaft gerechnet haben.
Nein, sie bezieht sich auf etwas ganz anderes!
Doch dazu muss ich etwas berichten, was auch in den ganz persönlichen Bereich von Christa reicht - ich habe mir also erst einmal ihre Zustimmung eingeholt
Hier kommt der Versuch einer Antwort aus meiner Sicht:
Wir kennen uns also seit ziemlich genau 13 Jahren.
Unsere erste Begegnung verlief unter unerfreulichen Umständen - wir trafen uns in der Sitzecke der gynaekologischen Station eines Duisburger Krankenhauses.
Unser beider Leben wurde kurz zuvor durch die Diagnose Brustkrebs aus den Angeln gehoben.
Da wir unsere Chemo-Therapien immer zur gleichen Zeit bekamen, sahen wir uns in der Folge über mehrere Monate regelmäßig dort im Krankenhaus wieder.
Insgesamt waren wir 4 Patientinnen, die sich immer wieder zur Chemo zusammen fanden.
Wir hingen von morgens früh bis gegen Abend an unseren Infusionen, teilten unser Leid, unsere Sorgen und Zukunftsängste.
Die Auswirkungen der Chemo-Therapien waren unterschiedlich stark. Gelitten haben wir alle darunter.
Es gab am Anfang teilweise Pessimismus, teilweise fast irrationalen Optimismus, was den Verlauf der Krankheit / Genesung und die Zukunftsaussichten anging.
Im Laufe der monatelangen Therapien tauchten hin und wieder Fragen auf, die wir mal lebhaft, mal eher erschöpft besprachen:
weiter machen und auf der bestmöglich sicheren Seite sein -
oder abbrechen und abwarten, was passiert?
Lohnt es sich, diese Strapazen zu erleiden / durchzuhalten?
Werden wir diese Erkrankung überleben?
Und genau das ist die Frage, die Christa meint:
Wäre es damals besser, leichter für uns gewesen, wenn wir gewusst hätten, dass wir es schaffen?!
Durchgehalten haben wir alle - auch wenn der Ausgang unserer Krebserkrankung im Ungewissen lag.
Wir alle haben nach langem Leidensweg festgestellt:
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Während der Chemos und auch während der langen Bestrahlungswochen, die mich sehr geschlaucht haben, fragte ich mich manchmal, ob mir das alles tatsächlich hilft oder meinen Körper zusätzlich schwächt?
Ich hatte also zwischendrin durchaus meine Zweifel, weil die Chemotherapie nicht nur die Krebszellen angreift, sondern den gesamten (gesunden) Körper.
Ich habe durchgehalten, weil ich auf der sicheren Seite sein wollte.
Hätte ich abgebrochen und es wären Metastasen aufgetaucht, hätte ich mir selber Vorwürfe gemacht - und das Rad nicht mehr zurückdrehen können.
Die Gewissheit zu haben, dass ich es schaffe, hätte mir damals das Durchhalten ganz bestimmt erleichtert.
Vermutlich (!) hätte ich die ganzen Nebenwirkungen gelassener hingenommen mit dem Wissen, dass ich mein Ziel erreiche.
Und jetzt schließen sich für mich weitere Fragen an:
auch wenn es manchmal hilfreich wäre, in die Zukunft blicken zu können - würde uns das beruhigen, zufriedenstellen, Wege ebnen, das Leben tatsächlich erleichtern?
Oder würden wir unser ganzes Handeln ändern und dadurch viele wesentliche Dinge am Wegesrand außer Acht lassen?
Würde unsere Entscheidungsfähigkeit leiden, weil wir gar nicht mehr großartig nachdenken würden?
Würden wir Dinge versäumen - Schönes wie Trauriges - weil unser Blick nur noch auf das gerichtet ist, was uns vorausgesagt wird?
Würden wir nur noch auf die Ereignisse der Zukunft starren, weil wir sie im Vorhinein wissen und erwarten?
Ich möchte nicht in die Zukunft blicken können, denn dann hätte ich das Gefühl, mein Leben und dessen Verlauf nicht mehr selber beeinflussen zu können.
Liebe Christa - du hast Dich gewundert, dass Deine einfache Frage zu einem Bericht führt.
Hier ist er und ich bin gespannt, ob es unterschiedliche Meinungen gibt zum
Blick in die Zukunft
Nachtrag vom 02.11.
Mit so vielen, ernsthaften Kommentaren habe ich - ehrlich gesagt - nicht gerechnet.
darauf hatte ich gehofft.
Mein Vorhaben, möglichst alle Kommentare zu beantworten, hat mich dieses Mal ganz schön ans Arbeiten gebracht ;-)
So sind wir hier über Krankheit und "in die Zukunft blicken" im Sterbeprozess und beim Tod angekommen.
Fragen, Gefühle, Ansichten - alles dies gehört dazu.
Darum lasse ich dieses Posting noch ein, zwei Tage hier stehen, bevor etwas Neues kommt.
Schon jetzt möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für Eure Beiträge bedanken.
29.10.2010, 12.19 | (10/10) Kommentare (RSS) | TB | PL





