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Ausgewählter Beitrag

Entschleunigung

  




 






Zeit zur Besinnung ...


Laut Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hält die Mehrheit der Deutschen nichts vom Fasten.


Aussage / Zitat:


> Nur jeder Neunte will zwischen Aschermittwoch und Ostern auf etwas verzichten.

Mehr als 88 Prozent verhalten sich genauso wie sonst auch. <



Früher waren die Fastenregeln vorgegeben. Es wurde an Essen und Trinken gespart, auch sexuelle Enthaltsamkeit gehörte für viele dazu.

Nur sonntags gab es das Fastenbrechen, d. h. man durfte an den Sonntagen üppiger essen und trinken als an den übrigen Tagen der 40-tägigen Fastenzeit.

Heute stellt sich die Frage nach der Art des Fastens und nach dem Sinn vielleicht auf ganz anderer Ebene?!

Lt. verschiedener Berichte bezieht sich das Fasten heutzutage nicht unbedingt auf Speisen und Getränke. Vermehrt kommt der Verzicht von Dingen ins Spiel, die uns im Alltag zur Selbstverständlichkeit geworden sind und die vielen von uns als lebensnotwendig erscheinen.

Fernseher, Facebook und Twitter, das Internet ganz allgemein sowie die ständige Erreichbarkeit über das Handy – alles dies sind Dinge, die teilweise nützlich, teilweise auch nur gefühlt wichtig sind.

Somit ergeben sich bei echtem Willen viele Möglichkeiten des „Fastens“.


Der Fernseher wird z. B. seltener und nur noch ganz gezielt eingeschaltet, es gibt eine Kampagne bei Facebook für 7 Wochen „ohne“, die Internet-Nutzung sowie die ständige Erreichbarkeit über das Handy kann eingeschränkt oder ganz darauf verzichtet werden.

Eine gute Möglichkeit zur Entschleunigung und um sich auf die eigentlichen Dinge zu besinnen ist es, nur eines nach dem anderen zu tun, z.B.:


Lesen ohne „Untermalung“ durch Radio oder TV

Essen ohne dabei zu lesen

Auto fahren mit ausgeschaltetem Radio

spazieren gehen, ohne mal eben nebenbei mit dem Handy zu telefonieren …

usw., usw.


Ich persönlich habe mir den Verzicht auf einige Genussmittel vorgenommen, dazu kommen Änderungen im Tagesablauf bzw. in meinem eingefahrenen alltäglichen Verhalten, was einen Verzicht bzw. eine Einschränkung in einigen o. g. Gebieten bedeutet.

Ich habe mir für diese Vorhaben moralische Unterstützung durch eine Fastenaktion gesichert weil ich nicht weiß, ob ich das so ganz alleine durchhalten würde.

Übrigens:

laut GfK ist die Bereitschaft zum Fasten bei Frauen höher als bei Männern ...?!


All denen von Euch, die in irgendeiner Weise fasten, wünsche ich Durchhaltevermögen - aber auch Nachsicht sich selbst gegenüber, wenn es mal an einem Tag nicht so gut läuft




Nickname 12.03.2011, 19.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

5. von Agnes

Du hast völlig recht, es gibt viele Arten wie man in der Fastenzeit gewisse Opfer bringen kann.
Da sind viele Anregungen in Deinem Text, die sicher für den einen oder anderen einen Sinn ergeben.
Jeder so, wie es in ihr/sein Leben paßt.

Zeit zur Besinnung, das ist ein gutes Motto, nach dem man sich orientieren sollte.
LG
Agnes


vom 16.03.2011, 17.34
Antwort von Nickname:

Ob fasten oder nicht, und wenn ja:wie - das muss wirklich jeder für sich selber entscheiden - das stimmt, liebe Agnes.

Erzwingen lässt sich so etwas nicht, man muss schon voll dahinter stehen. 



4. von manfred köllner

liebe edith, zunaechst mal vielen dank für deinen besuch! ich persönlich bin der meinung, von jedem etwas in verträglichem mass!° das wichtigste ist natürlich die gesundheit und bei einem leben zu zweit.. das gespräch! ich wünsche dir eine schöne woche, bis bald glg manfred

vom 15.03.2011, 08.42
Antwort von Nickname:

Lieber Manfred, ich bewundere jeden der es schafft, das verträgliche Maß dauerhaft einzuhalten.

Mir gelingt das leider nicht immer - und so ist die Fastenzeit für mich die Gelegenheit, mich in einigen Dingen zurück zu nehmen.

Was die Gesundheit und das "im Gespräch bleiben" betrifft, da stimme ich Dir voll und ganz zu :-)


3. von Sherdil

Vieles ist so selbstverständlich für uns geworden. Deswegen finde ich es gut, einfach einmal auf etwas zu verzichten ... ganz bewußt.

Ich habe mir vorgenommen, auf bestimmte Genußmittel zu verzichten. Ich stelle fest, es ist gar nicht so einfach. Zum Glück habe ich aber auch moralische Unterstützung - wer weiß, ob ich sonst nicht auch schon gebrochen hätte.

Ich wünsche allen, die sich etwas vorgenommen haben, viel Erfolg dabei.

Mit lieben Gruß
Sherdil

vom 15.03.2011, 07.26
Antwort von Nickname:

Das stimmt, liebe Sherdil - dadurch, dass für uns fast alles fast immer verfügbar ist neigen wir dazu, aus dem Vollen zu schöpfen.

Rückbesinnung auf die eigentlichen Bedürfnisse kann da sicher nicht schaden - aber das ist tatsächlich nicht einfach.

Ich denke, wenn man es schafft, längere Zeit auf einige Dinge zu verzichten, tut das nicht nur dem Körper gut, sondern es stärkt auch das Selbstbewusstsein und ist gut für die Seele :-)

Alles Liebe wünsch ich Dir! 


2. von Pat

Ich beginne jetzt Donnerstag mit meinem echten Fasten. Mein vorgenommener Verzicht auf Süßigkeiten ist leider bereits gescheitert. Mein Fleisch ist so schwach... Meine anderen Vorhaben laufen da ein wenig besser.
Ich wünsche Dir auch viel Erfolg dabei.
Ganz lieben Gruß
Pat

vom 14.03.2011, 09.20
Antwort von Nickname:

Nicht nur Dein Fleisch ist schwach, liebe Pat - ich kämpfe auch dagegen an ;-)

Derzeit knabbere ich verstärkt an Möhren und Co. und hoffe, nach Ende der Fastenzeit nicht mit einem Kaninchen verwechselt zu werden *g*


Wenn Du bei einem Teil Deiner Vorhaben durchhältst, dann ist das auch schon ein Erfolg - viel Glück dabei :-)


1. von elfi s.

Wie recht du hast mit deinen Worten.
In dieser hektischen Zeit hat man doch eigentlich nur am Wochenende Zeit zur Besinnung. So entscheiden wir meist spontan, was wir am Wochenende tun wollen.
Und manchmal ist das einfach auch mal "nichts tun".
Wobei "nichts tun " auch ein Buch lesen sein kann.
Ich glaube, der meiste Stress entsteht doch dadurch, dass man zu viel plant.
Und wenn das dann nicht geschafft wird, ist man frustriert.
Ein Kreislauf, aus dem man schlecht wieder rauskommt.


vom 13.03.2011, 21.03
Antwort von Nickname:

Vermutlich empfindet jeder Mensch unterschiedlich und auch das Entspannen verläuft dementsprechend individuell.

Ich glaube auch, dass viel Stress hausgemacht ist, liebe Elfi.

Bedenklich finde ich es, wenn Menschen ihre Freizeit so voll mit Aktivitäten packen, dass sie nicht erholt, sondern erschöpft daraus hervor gehen.

So manchem ist die Kunst des Nichtstuns abhanden gekommen und sie fühlen sich nur "erfüllt", wenn die Freizeit mit Events vollgestopft ist.

Nicht ohne Grund werden die vielen verkaufsoffenen Sonntage angeboten - sie sind in der Regel gut genutzt.

Entspannen, Gedanken zulassen, auf die inneren Bedürfnisse hören - das muss man meiner Meinung nach auch wollen - nur dann kann es gelingen.