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Online seit dem: 21.08.2010
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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Menschliches
November - Monat der Gedenktage / Volkstrauertag
Unser freier Tag in dieser Woche wurde durch graues November-Wetter getrübt.
Trotzdem wollten wir einen Spaziergang machen und entschlossen uns, diesen mit dem Besuch eines Grabes zu verbinden.
Unser Waldfriedhof ist genau das, was die Bezeichnung sagt:
ein Friedhof mit unzähligen, sehr großen und alten Bäumen - wie in einem Wald eben - was bei der Bilderschau des obigen Links nicht wirklich zu sehen ist.
Der Friedhof ist sehr groß und wir sind dieses Mal auch uns unbekannte Wege gegangen.
Und dann standen wir plötzlich an einer Stelle, die wir noch nie wahrgenommen hatten, nämlich an einem Mahnmal:
Aufgefallen ist uns diese Stelle durch die Kränze, die dort lagen.
Es ist ein Mahnmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege.
Die Inschrift lautet:
Die Toten mahnen die Lebenden
Als wir uns umsahen, wurde es mir und meinem Mann ganz beklommen ums Herz.
Ein riesiges Areal dort ist mit Gräbern gefallener Soldaten belegt.
Jedes Jahr von 1940 - 1945 hat dort ein eigenes Feld, die Anzahl der Gräber ist erschreckend.
Natürlich wissen wir, dass der 2. Weltkrieg unvorstellbar viele Opfer gefordert hat, nicht nur bei uns!!!
Aber die Gräber zu sehen, diese riesengroßen Flächen, das hatte eine starke Wirkung auf uns.


Sehr berührt hat es uns, dass an manchen Grabstellen auch heute noch Kerzen aufgestellt werden.
Der Krieg ist schon so lange her - und trotzdem gibt es noch einige Hinterbliebene, die ihrer Toten gedenken, und das wohl nicht nur zum Volkstrauertag.
Wir haben ein altes (Ehe)-Paar gesehen, welches an einer Grabstelle ein wunderschönes Gesteck abgestellt hat.
So gerne hätte ich sie angesprochen, aber ich habe mich nicht getraut.
Welche Schicksale stehen wohl hinter den einzelnen Namen?
Junge Männer von 16, 17 Jahren sind dort beigesetzt - es ist furchtbar anzusehen und das zu lesen.
Wenn ich bedenke, dass auf diesem Friedhof nur ein ganz "kleiner" Teil der Kriegstoten begraben ist, dann kann es nur eine Bitte geben - an wen auch immer:
Bitte keine Kriege mehr!!!
Und liegt es nicht auch an uns, schon im Alltag dafür Sorge zu tragen, dass wir Kriege verhindern?
Frieden
Wir sehen sie an und entscheiden ganz schnell:
sympathisch oder nicht?!
Wir begutachten Kleidung, Haltung, Figur,
und dann auch noch das Gesicht.
Sieh dir mal den an – hat der einen Bauch!
Der Typ wäre überhaupt nichts für mich!
Und guck mal die Alte mit dem bemalten Gesicht!
Die macht sich doch einfach nur lächerlich!
Und diese Familie! – Eine Zumutung für alle!
Muß man denn so durch die Gegend laufen?
Das hat doch keiner mehr nötig. Heute kann sich wohl jeder
etwas Vernünftiges zum Anziehen kaufen!
Mit unserem Urteil sind wir oft schnell zur Stelle -
und liegen nicht selten völlig daneben.
Wir sehen die Hülle, oft eine Fassade -
doch jeder Mensch hat sein Leben!
Wir wollen den Krieg nicht, wir wünschen uns Frieden -
für die ganze Welt, nicht nur für uns allein!
Fangen wir doch bei unseren Mitmenschen an -
das kann ein Schritt hin zum Frieden sein!
© Edith Tries
Obwohl ich dieses Gedicht schon im Jahr 2002 geschrieben habe denke ich, dass es immer wieder aktuell ist.
Nachdenkliche Grüße in diesen Sonntag!
PS.:
Das Gedicht ist erschienen in der "Frankfurter Bibliothek"
Jahrbuch für das Neue Gedicht, 2004
Zu lesen ist es auch in meinem Buch:
"Stark wie ein Baum - sanft wie eine Blüte"
13.11.2011, 00.14 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL
Zugvögel
einer von ihnen zieht ständig seine Kreise über dem Niederrhein und lässt es sich auf der Wiese gutgehen: Will er denn nicht im Warmen überwintern? Hat er sich so gut akklimatisiert, dass er unbeschadet durch unsere doch strenger gewordenen Winter kommt? Und bis er sich entscheiden kann, vergehen sicher noch ganz viele Jahre - leider
Vor einigen Wochen schon konnten wir in der Zeitung lesen, dass eine große Storchen-Schar auf dem Flug in den Süden am Niederrhein eine Rast eingelegt hat.
Nach 2 Tagen Erholungspause in der Nähe von Krefeld sind sie weitergeflogen - ihrem Winterquartier entgegen.
Hm, dachten wir, komisch:
Was der wohl da macht?
Nein, weit gefehlt! Des Rätsel Lösung liegt eigentlich auf der Hand ... denn wir alle wissen doch:
die Babys bringt der Storch!!! ![]()
Und so geschah es, dass am 02. Oktober des Jahres 2011 ein süßer Junge das Licht der Welt erblickte und die Blogbetreiberin zur Oma und ihren Mann zum Opa machte.
Wir sind glückliche Großeltern und freuen uns riesig über unser 1. Enkelkind ![]()
Nachtrag v. 07. Oktober 2011:
Unser kleiner Enkel heißt übrigens
BEN MAARTEN
Den Nachnamen müsst Ihr ja nicht wissen ...
Ich habe so süße Fotos gemacht - aber ohne Bens Zustimmung möchte ich die nicht zeigen.![]()
03.10.2011, 19.58 | (13/13) Kommentare (RSS) | TB | PL
Westfalen-Treffen
Es war wieder einmal soweit: das diesjährige Westfalen-Treffen stand an.
Dieses Treffen gibt es nun schon seit 8 Jahren, ich war zum 3. Mal dabei.
Dem Treffen liegt der Gedanke zugrunde, dass sich fotografier-begeisterte Blog- und Webseiten-Betreiber treffen, persönlich kennenlernen bzw. die Bekanntschaften auffrischen, viel fotografieren natürlich, lecker essen und ganz viel erzählen.
Organisiert wurde das Treffen von ihr und ihrem Mann.
Insgesamt waren wir 15 Personen, dementsprechend munter ging es zu.
Wir trafen uns am 07. Mai 2011 hier:

Dazu waren Tische im Restaurant "Zur schönen Aussicht" reserviert - und die Aussicht von dort war wirklich schön!
Durch große Fenster guckten wir über Baumwipfel bis in die Ferne.
Es wurde lange gegessen und viel gequatscht.
Die Feststellung, dass die Tische durch eine Verblendung etwas niedriger waren als üblich und somit auch "Schenkel-untauglich", sorgte für große Heiterkeit.
Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zum eigentlichen Eingang der Burg, denn wir waren zu einer Burgführung angemeldet.
Auf dem Weg dort hin kamen wir an einem Schild vorbei und stellten fest:

wir hätten auch wesentlich preisgünstiger essen können

Naja, nun war es passiert - und ganz ehrlich: Bratwurst, Brötchen und Senf gibt's auch zu Hause an der Pommes-Bude.
Als wir alle am Eingang zur Burg versammelt waren, wurden wir von unserem Burgfräulein Susanne begrüßt:

Die Führung mit ihr hat richtig Spaß gemacht, denn Susanne S. hat uns nicht nur viel Wissenswertes vermittelt, sondern sie tat es auf sehr amüsante, augenzwinkernde Weise!
Jetzt wissen wir übrigens auch, woher die Sprüche:
"Durch die Lappen gehen" und "Die Tafel aufheben" kommen,
und dass das Bergische Land nicht so heißt, weil es hügelig oder bergig ist, sondern dass die Bezeichnung von den Herrschern "zu Berg" abgeleitet wurde.
Der folgende Raum - eher ein Saal - war zu damaligen Zeiten so etwas wie unser heutiges Wohnzimmer. Die Farbenpracht ist sehr beeindruckend:

Auch dieser Raum

war faszinierend für mich - war er doch an allen Wänden wunderschön bemalt.
Zu sehen ist die Ahnengalerie der Burgherren, und die Erklärungen zur Familiengeschichte waren äußerst interessant.
Damals wurden schon fünfjährige Kinder einander versprochen und mussten dann mit ca 16 Jahren heiraten ... den von den Eltern bestimmten Partner / Partnerin!
Nach Beendigung der ca 1-stündigen Führung durften wir uns frei in der Burganlage bewegen und konnten uns nach Herzenslust umsehen - und auch das Fotografieren ist dort uneingeschränkt erlaubt.
Das hat uns alle wirklich sehr erfreut, denn meistens ist das Fotografieren verboten.
Sogar die Veröffentlichung in unseren Blogs ist erlaubt - na, wenn das mal kein Service ist
Unser Rundgang führte uns durch Übergänge mit schöner Aussicht auf die wirklich gut erhaltene bzw. restaurierte Burganlage:

und dann hinunter in die Hexenküchen alten Apotheken:

Die Behälter, so ordentlich in Reih und Glied, und die vielen kleinen Schubladen waren ja schon toll anzusehen.
Aber die warmen Farben und dann noch dieser Spiegel in der Mitte - das war eine Augenweide.
Wie wir später bemerkten, konnte man in der Burganlage so manchem Laster frönen:
Und auf der ausgewiesenen, längsten Naturstamm-Bank aus einem Stück Baum wollten wir natürlich alle sitzen.

Es gibt auch ein Foto der Bank mit ihren Besetzern, da ich aber nicht um Erlaubnis einer Veröffentlichung nachgefragt habe, möchte ich die darauf hockenden Menschen nicht einfach so zeigen.
Zu sehen gibt es aber ein Bild bei Agnes - Link siehe oben im Text.
Mich sucht ihr da vergebens - ich war zu spät, weil ich das Menü-Schild noch fotografieren musste *g*
Nachdem wir also sehr viel treppauf, treppab gelaufen sind, alle Fotos im Kasten hatten und das Mittagessen auch schon 2 Stunden her war, brauchten unsere Mägen so langsam mal wieder Nachschub

Herzhaftes hatten wir ja schon, also ging es ins:

mit Sessellift im Vordergrund, mit dem wir aber nicht gefahren sind - wir sind gelaufen!
Die "Bergischen Waffeln" sind ja bekannt und eine Spezialität - und so eine riesige Waffelkarte habe ich noch nirgendwo gesehen.
Es gibt Waffeln aus ganz normalem Weizenmehl, aus Buchweizenmehl und Honigwaffeln.
Das sind dann nur die Süßen.
Außerdem gibt es dort noch herzhaft belegte Waffeln.
Ich schätze mal, dass es ca 80-100 unterschiedliche Waffeln zur Auswahl gibt.
Nachdem bestellt war und alle - bis auf 3 Personen, mich eingeschlossen - ihre Waffeln bekommen hatten, stellte sich heraus, dass der Wunsch eben dieser 3 Personen nicht erfüllt werden konnte, da die ausliegende Sonderkarte nicht aktuell war.
Wir wählten also alle 3 eine Buchweizenwaffel mit Vanille-Eis, Erdbeeren und Sahne.
Und das war der Blick auf meinen Teller:
alles meins *g*
Die Waffel ist übrigens nicht verbrannt ... das Buchweizenmehl ist ganz dunkel!
Als Entschuldigung für die nicht lieferbaren Waffeln gab es von der Herrin des Waffelhauses für alle ein Glas Maibowle - das Fußvolk war entzückt!
Zwischen 18.30 Uhr und 19.00 Uhr machten sich so nach und nach die meisten Teilnehmer auf den Heimweg.
Ein paar ganz Unentwegte suchten sich noch ein Lokal außerhalb der Burganlage und haben dort, wie ich gelesen haben, noch zu Abend gegessen *uff*

Es war ein sehr schöner Tag und ich bedanke mich auch hier noch einmal herzlich bei Agnes und Erwin für die aufwändige Organisation.
Immerhin sind die Beiden nicht nur mehrmals dort hin gefahren, sondern sie mussten natürlich auch das Essen vorkosten!
Und Agnes hat sich auch noch um das Wetter gekümmert, welches nicht besser hätte sein können:
strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen zwischen 25 und 29 Grad!
Ebenso herzlich bedanke ich mich bei ihr fürs Chauffieren - wir hatten kurzweilige und luftig-sommerliche Fahrten - und bei allen Teilnehmenden, die zu diesem schönen Tag beigetragen haben

Auf meiner Rückfahrt von Pat habe ich an einer Stelle angehalten, meine Kamera geschnappt und bin einige Meter zurückgelaufen, um unbedingt ein Foto zu schießen.
Und das zeige ich beim nächsten Mal ... ganz für sich alleine, denn es war der krönende Abschluss eines tollen Frühsommer-Tages!
Nachtrag v. 14. Mai:
Ich ergänze meinen Bericht hiermit durch eine Linkliste zu den Teilnehmern, die ebenfalls über das Treffen berichten:
11.05.2011, 21.44 | (10/10) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gedanken zum Zeitgeschehen
Einige Tage habe ich darüber nachgedacht, ob ich etwas zu Japan schreiben soll oder nicht?!
Es wird viel diskutiert, geredet, Anteil genommen, mitgefühlt.
Bei vielen Menschen läuft der Fernseher den ganzen Tag, so manches Radio ebenso.
Da fragt man sich, ob es überhaupt von Interesse ist, noch einen Blogbeitrag mehr in die Welt zu setzen ...?
Nein, ich wollte es nicht - und hatte vor, meinem ganz normalen Ablauf zu folgen und das für morgen vorgesehene Foto einzusetzen.
Und dann hat mir mein Gefühl etwas anderes gesagt - ich kann hier in meinem Blog nicht einfach zur Tagesordnung übergehen!
Mein Fernseher wird mittlerweile wieder genauso wenig eingeschaltet wie vor den Katastrophen.
Wenn ich zuhause bin, höre ich mir die Nachrichten im Radio an - diese kurzen Mitteilungen reichen mir aus.
Nein - ich will mir nicht dauerhaft die immer wiederkehrenden Bilder dieser unermesslichen Zerstörung, des unerträglichen Leides dieser Menschen ansehen.
Die Wiederholungen der Bilder und Filme machen das alles auch nicht erträglicher, im Gegenteil.
Ja, auch mich bedrücken diese Geschehnisse! Manchmal fühle ich mich, als nähme mir ein Stein im Brustkorb die Luft zum Atmen. Die Tränen sitzen locker und bahnen sich spätestens dann einen Weg, wenn ich abends in den Nachrichten dieses menschliche Elend und die unglaubliche Zerstörung sehe.
Und trotzdem bin ich der Meinung:
Und hier kommt mein eigentlicher Beitrag zum Thema.
Ich habe versucht, meine Gedanken in kurze, überschaubare Sätze zu fassen:
![]() |
Erbebt ist das Land,
erschüttert in seinen Grundfesten,
zerstört der Glaube an menschliche Allmacht.
Überrollt, verschluckt und wieder
ausgespien von einer riesigen Flut
liegt das Leben in Trümmern.
Beherrscht bleiben die Gesichter,
diszipliniert die Menschen
in all ihrem Leid, überzeugt:
den Wiederaufbau werden wir schaffen!
Doch dann greift sie um sich -
schleichend, unsichtbar und geruchlos -
die atomare Verseuchung.
Evakuierung und Flucht,
heimatlos gewordene Menschen,
entwurzelt und ihrer Würde beraubt.
So manche Hoffnung wird zerstört
durch traurige Gewissheit:
der liebste Mensch ging verloren.
Tränenströme weichen Fassaden auf,
lassen sie bröckeln, reißen sie ein.
Die Katastrophe bekommt ein Gesicht.
Dunkelheit legt sich
über das „Land der aufgehenden Sonne“
© Edith Tries, 16.03.2011
16.03.2011, 15.45 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL
Entschleunigung
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Zeit zur Besinnung ...
Laut Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hält die Mehrheit der Deutschen nichts vom Fasten.
Aussage / Zitat:
> Nur jeder Neunte will zwischen Aschermittwoch und Ostern auf etwas verzichten.
Mehr als 88 Prozent verhalten sich genauso wie sonst auch. <
Früher waren die Fastenregeln vorgegeben. Es wurde an Essen und Trinken gespart, auch sexuelle Enthaltsamkeit gehörte für viele dazu.
Nur sonntags gab es das Fastenbrechen, d. h. man durfte an den Sonntagen üppiger essen und trinken als an den übrigen Tagen der 40-tägigen Fastenzeit.
Heute stellt sich die Frage nach der Art des Fastens und nach dem Sinn vielleicht auf ganz anderer Ebene?!
Lt. verschiedener Berichte bezieht sich das Fasten heutzutage nicht unbedingt auf Speisen und Getränke. Vermehrt kommt der Verzicht von Dingen ins Spiel, die uns im Alltag zur Selbstverständlichkeit geworden sind und die vielen von uns als lebensnotwendig erscheinen.
Fernseher, Facebook und Twitter, das Internet ganz allgemein sowie die ständige Erreichbarkeit über das Handy – alles dies sind Dinge, die teilweise nützlich, teilweise auch nur gefühlt wichtig sind.
Somit ergeben sich bei echtem Willen viele Möglichkeiten des „Fastens“.
Der Fernseher wird z. B. seltener und nur noch ganz gezielt eingeschaltet, es gibt eine Kampagne bei Facebook für 7 Wochen „ohne“, die Internet-Nutzung sowie die ständige Erreichbarkeit über das Handy kann eingeschränkt oder ganz darauf verzichtet werden.
Eine gute Möglichkeit zur Entschleunigung und um sich auf die eigentlichen Dinge zu besinnen ist es, nur eines nach dem anderen zu tun, z.B.:
Lesen ohne „Untermalung“ durch Radio oder TV
Essen ohne dabei zu lesen
Auto fahren mit ausgeschaltetem Radio
spazieren gehen, ohne mal eben nebenbei mit dem Handy zu telefonieren …
usw., usw.
Ich persönlich habe mir den Verzicht auf einige Genussmittel vorgenommen, dazu kommen Änderungen im Tagesablauf bzw. in meinem eingefahrenen alltäglichen Verhalten, was einen Verzicht bzw. eine Einschränkung in einigen o. g. Gebieten bedeutet.
Ich habe mir für diese Vorhaben moralische Unterstützung durch eine Fastenaktion gesichert weil ich nicht weiß, ob ich das so ganz alleine durchhalten würde.
Übrigens:
laut GfK ist die Bereitschaft zum Fasten bei Frauen höher als bei Männern ...?!
All denen von Euch, die in irgendeiner Weise fasten, wünsche ich Durchhaltevermögen - aber auch Nachsicht sich selbst gegenüber, wenn es mal an einem Tag nicht so gut läuft 
12.03.2011, 19.00 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL
verwurzelt
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02.03.2011, 19.06 | (7/7) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gedenken
Im Sommer 2008 machten wir Urlaub am Bodensee.
In diesem Urlaub lernte ich nach 3 Jahren Internet-Bekanntschaft Sönke endlich persönlich kennen

Viele von Euch kennen / kannten Sönke oder haben ihn irgendwo im Internet angetroffen, von ihm
gelesen bzw. seine wunderschönen Fotos bewundert.
Wenn ich auf meinen Lesungen erzähle, dass Sönke und ich ein gemeinsames Buch gestaltet haben,
ohne uns bis zur Fertigstellung jemals getroffen zu haben, ruft dies immer ungläubiges Erstaunen hervor.
Aber so geht das in Zeiten des Internets - man muss sich nicht zwangsläufig zu Arbeitstreffen verabreden.
Auch ich hätte früher niemals gedacht, das so etwas möglich ist!
Wir schickten also Dateien hin und her, telefonierten viel, um Dinge sofort und im direkten Austausch abzuklären, hatten jede Menge Arbeit und auch viel Freude an der ganzen Sache.
Unterbrechen mussten wir die Arbeit an diesem Buch, als Sönke ins Krankenhaus kam und sich einer schweren Operation unterziehen musste.
Auch hieran erinnern sich bestimmt einige von Euch - Sönke hat ja ganz offen darüber in seinem Blog berichtet und viele internette und reale Freunde und Bekannte haben Anteil an seiner Erkrankung genommen.
Die Entstehung des Büchleins Gelebte Momente zog sich vom ersten Gedanken bis zur Fertigstellung im Jahr 2006 über mehr als 1 Jahr hin.
Als mein Mann, ich und unsere Hündin Tapsi 2008 zum Bodensee fuhren war dies die beste Gelegenheit, uns mit Sönke zu treffen, der unmittelbar an unserer Route wohnte.
Das erste Beschnuppern fand auf unserer Hinfahrt in einer Autobahn-Raststätte statt.
Sympathie war sofort auf allen Seiten da - und wir verabredeten ein weiteres Treffen während unseres Urlaubs.
Sönke wollte zum Bodensee kommen und einen ganzen Tag mit uns verbringen.
Leider konnte Sönkes Frau nicht mit dabei sein. Wir - und ich ganz besonders - hätte sie sehr gerne kennengelernt.
Sönke kam dann an einem schönen Sommertag nach Meersburg und wir setzten von dort auf die Insel Mainau über, wo wir den ganzen Tag verbrachten.
Auf der Rückfahrt mit dem letzten Schiff entstand dann das Foto von einem wunderschönen Sonnenuntergang.
Mir gefallen besonders gut die von der Sonne ausgehenden Strahlen, dieses Licht in der Dunkelheit.
Dieses Foto ist das letzte Bild, das ich während unseres Treffens gemacht habe - und gerade deshalb passt es besonders gut, um es heute hier zu zeigen:
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Heute vor 2 Jahren ist Sönke verstorben.
Geblieben ist die Erinnerung an diesen schönen Tag - und unser gemeinsames Büchlein.
Meine herzlichen Grüße gehen heute auch an seine Frau und die Familie.
23.01.2011, 20.45 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
kostbare Erde
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Durch die neuesten Pantschereien und die damit verbundene Vergiftung von Mensch und Tier zwecks Gewinn-Maximierung - und wegen der Missachtung jeglicher Kreatur durch manche Mitmenschen - bin ich auf die Idee gekommen, Euch diesen weisen Text von Chief Seattle zu zeigen (Link führt zu wikipedia, dort findet man den Text etwas anders)
Fotografiert habe ich diesen Text im Stralsunder Meeresmuseum
Die Weisheit des Indianer-Häuptlings hat mich sehr beeindruckt.
06.01.2011, 19.24 | (7/7) Kommentare (RSS) | TB | PL
Silvester / Neues Jahr
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Dass Du voller Dankbarkeit
für alles Gute
auf dieses Jahr zurück blickst -
dass Du Bedrückendes und Schweres
aus diesem Jahr
annehmen kannst als Teil Deines Lebens -
dass alles, was gewesen ist,
jetzt oder später einen Sinn macht
und Dein Leben bereichert -
das wünsche ich Dir.
Dass Du das beginnende Jahr
hoffnungsvoll begrüßt
und ihm Zeit lässt,
sich zu entfalten -
dass Du keine unerfüllbaren
Anforderungen und Wünsche
an dieses Jahr stellst
sondern es nimmst, wie es kommt -
dass Du deine Ziele
für das beginnende Jahr
nicht zu hoch steckst
sondern in kleinen Schritten gehst -
dass dieses Jahr 2011
ein gutes und gesundes,
ein liebevolles und erfülltes Jahr
für Dich und die Deinen wird -
das wünsche ich Dir von Herzen.
© Edith Tries
31.12.2010, 12.19 | (8/8) Kommentare (RSS) | TB | PL
In die Zukunft blicken?
> 13 Jahre ist es jetzt her, daß wir uns kennen. Ob es damals besser gewesen wäre, wenn wir gewußt hätten, daß wir das schaffen? <
Diese Frage von Zitante Christa hat mich tatsächlich ans Grübeln gebracht, denn die Frage bezieht sich nicht darauf, ob wir mit einer so lang anhaltenden Freundschaft gerechnet haben.
Nein, sie bezieht sich auf etwas ganz anderes!
Doch dazu muss ich etwas berichten, was auch in den ganz persönlichen Bereich von Christa reicht - ich habe mir also erst einmal ihre Zustimmung eingeholt
Hier kommt der Versuch einer Antwort aus meiner Sicht:
Wir kennen uns also seit ziemlich genau 13 Jahren.
Unsere erste Begegnung verlief unter unerfreulichen Umständen - wir trafen uns in der Sitzecke der gynaekologischen Station eines Duisburger Krankenhauses.
Unser beider Leben wurde kurz zuvor durch die Diagnose Brustkrebs aus den Angeln gehoben.
Da wir unsere Chemo-Therapien immer zur gleichen Zeit bekamen, sahen wir uns in der Folge über mehrere Monate regelmäßig dort im Krankenhaus wieder.
Insgesamt waren wir 4 Patientinnen, die sich immer wieder zur Chemo zusammen fanden.
Wir hingen von morgens früh bis gegen Abend an unseren Infusionen, teilten unser Leid, unsere Sorgen und Zukunftsängste.
Die Auswirkungen der Chemo-Therapien waren unterschiedlich stark. Gelitten haben wir alle darunter.
Es gab am Anfang teilweise Pessimismus, teilweise fast irrationalen Optimismus, was den Verlauf der Krankheit / Genesung und die Zukunftsaussichten anging.
Im Laufe der monatelangen Therapien tauchten hin und wieder Fragen auf, die wir mal lebhaft, mal eher erschöpft besprachen:
weiter machen und auf der bestmöglich sicheren Seite sein -
oder abbrechen und abwarten, was passiert?
Lohnt es sich, diese Strapazen zu erleiden / durchzuhalten?
Werden wir diese Erkrankung überleben?
Und genau das ist die Frage, die Christa meint:
Wäre es damals besser, leichter für uns gewesen, wenn wir gewusst hätten, dass wir es schaffen?!
Durchgehalten haben wir alle - auch wenn der Ausgang unserer Krebserkrankung im Ungewissen lag.
Wir alle haben nach langem Leidensweg festgestellt:
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Während der Chemos und auch während der langen Bestrahlungswochen, die mich sehr geschlaucht haben, fragte ich mich manchmal, ob mir das alles tatsächlich hilft oder meinen Körper zusätzlich schwächt?
Ich hatte also zwischendrin durchaus meine Zweifel, weil die Chemotherapie nicht nur die Krebszellen angreift, sondern den gesamten (gesunden) Körper.
Ich habe durchgehalten, weil ich auf der sicheren Seite sein wollte.
Hätte ich abgebrochen und es wären Metastasen aufgetaucht, hätte ich mir selber Vorwürfe gemacht - und das Rad nicht mehr zurückdrehen können.
Die Gewissheit zu haben, dass ich es schaffe, hätte mir damals das Durchhalten ganz bestimmt erleichtert.
Vermutlich (!) hätte ich die ganzen Nebenwirkungen gelassener hingenommen mit dem Wissen, dass ich mein Ziel erreiche.
Und jetzt schließen sich für mich weitere Fragen an:
auch wenn es manchmal hilfreich wäre, in die Zukunft blicken zu können - würde uns das beruhigen, zufriedenstellen, Wege ebnen, das Leben tatsächlich erleichtern?
Oder würden wir unser ganzes Handeln ändern und dadurch viele wesentliche Dinge am Wegesrand außer Acht lassen?
Würde unsere Entscheidungsfähigkeit leiden, weil wir gar nicht mehr großartig nachdenken würden?
Würden wir Dinge versäumen - Schönes wie Trauriges - weil unser Blick nur noch auf das gerichtet ist, was uns vorausgesagt wird?
Würden wir nur noch auf die Ereignisse der Zukunft starren, weil wir sie im Vorhinein wissen und erwarten?
Ich möchte nicht in die Zukunft blicken können, denn dann hätte ich das Gefühl, mein Leben und dessen Verlauf nicht mehr selber beeinflussen zu können.
Liebe Christa - du hast Dich gewundert, dass Deine einfache Frage zu einem Bericht führt.
Hier ist er und ich bin gespannt, ob es unterschiedliche Meinungen gibt zum
Blick in die Zukunft
Nachtrag vom 02.11.
Mit so vielen, ernsthaften Kommentaren habe ich - ehrlich gesagt - nicht gerechnet.
darauf hatte ich gehofft.
Mein Vorhaben, möglichst alle Kommentare zu beantworten, hat mich dieses Mal ganz schön ans Arbeiten gebracht ;-)
So sind wir hier über Krankheit und "in die Zukunft blicken" im Sterbeprozess und beim Tod angekommen.
Fragen, Gefühle, Ansichten - alles dies gehört dazu.
Darum lasse ich dieses Posting noch ein, zwei Tage hier stehen, bevor etwas Neues kommt.
Schon jetzt möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für Eure Beiträge bedanken.
29.10.2010, 12.19 | (10/10) Kommentare (RSS) | TB | PL





