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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Berichte
Tiger & Turtle - Landmarke
Es heißt ja, man soll das Unangenehme mit dem Angenehmen verbinden.
Das habe ich mir vorletzten Sonntag zu Herzen genommen!
Nach einem auswärtigen Ordertermin habe ich in Begleitung meiner Mitarbeiterin einen Abstecher gemacht.
Das Objekt unserer Begierde lag fast auf dem Weg und wir wollten endlich einmal dieses tolle Ding begucken ![]()
Es war an diesem 1. Sonntag im Februar sehr, sehr kalt und wir ahnten nicht, dass der Weg hoch zu diesem Kunstwerk von eisigen Winden umbraust wurde.
Bewaffnet mit meiner kleinen Kamera - die große Spiegelreflex wäre besser gewesen, aber die hatte ich nicht dabei - begannen wir mit dem Aufstieg auf die "Heinrich-Hildebrand-Höhe".
Auf dieser Anhöhe thront nämlich die Duisburger Landmarke "Tiger an Turtle - Magic Mountain".
Schon auf dem Weg nach oben bietet diese begehbare, von den Künstlern Heike Mutter und Ulrich Genth geschaffene Großskulptur einen interessanten Anblick:

Der Mond hat auch mal hindurch geguckt

Ich sollte noch erwähnen, dass wir den Abstecher nicht eingeplant hatten, folglich waren wir ohne Mütze, Schal und Handschuhe unterwegs! An diesem Tag hatten wir so um die - 10°.
Tapfer haben wir also die Anhöhe erklommen und waren auch wild entschlossen, diese Skulptur trotz des eisigen Windes zu besteigen.
Das Besteigen ist derzeit nur an den Wochenenden möglich und wir waren sicher, dass wir an diesem Sonntag aus schwindelnden Höhen über den Duisburger Süden bis zur Nachbarstadt gucken könnten.
Tja, falsch gedacht! Das Tor zu den Treppen war verschlossen und die Besteigung nicht möglich.
Wie man auf dem Foto oben sehen kann, haben allerdings einige junge Leute die Sperrung ignoriert, das Tor überstiegen und sind dann in der Skulptur hochgeklettert.
Leider gab es keinen Hinweis darauf, warum das Tor verschlossen war.
Wir haben überlegt und sind zu dem Schluss gekommen, dass es mit dem eisigen Wetter zu tun haben müsse.
Am Vortag hatte es etwas geschneit und vermutlich hatte man bei der Stadt die Sorge, dass es auf den Metallstufen glatt sein könnte ... Ausrutsch- und Absturzgefahr!
Seit der Loveparade ist man hier in Duisburg sehr vorsichtig geworden - in diesem Falle wohl zu Recht.
Wir beguckten uns also dieses achterbahnförmige Gebilde von unten:

und aus verschiedenen Blickrichtungen:

Die Sonne ging allmählich unter - und an der Skulptur die Lichter an.
Das sah schon klasse aus!
Und der Blick zur anderen Seite bot uns dieses Bild:

Trotz der Kälte waren wir mit dem Abstecher sehr zufrieden und machten und ziemlich durchgefroren auf den Rückweg zum Auto.
Ich bin fest entschlossen, bei nächster Gelegenheit ins Innere dieser "Achterbahn" zu steigen und von oben die Umgebung zu begucken.
Ach ja: warum diese Landmarke "Tiger & Turtle" heißt?
Darauf habe ich nirgendwo eine Antwort gefunden.
Wer mehr über Landmarken im Ruhrgebiet wissen möchte, klickt hier bei wikipedia.
Ich finde das sehr lesenswert

14.02.2012, 18.58 | (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL
Spieglein, Spieglein ...
hatte ich versprochen, hier ist er:
etliche gold-verschnörkelte Spiegel verdoppelten quasi die Brautmoden

... und die Festtagskleider für die Damen ebenfalls


Ein Irrtum - wie sich herausstellte.
Ich kam nämlich auf die Idee, unsere türkisch-stämmige Auszubildende zu fragen, ob meine Vermutung stimmt.
Und siehe da: diese Abendkleider werden nicht zur Hochzeitsfeier getragen,
aber nein, da soll doch die Braut die Allerschönste sein:
Das ist doch ganz einfach!
Dass ich nicht selber darauf gekommen bin
Geladene Frauen tragen diese Kleider zum
Ganz ehrlich: ich hatte bis zu dieser Auskunft noch nie von solch einem Abend gehört!
Ich habe recherchiert und finde es lohnenswert, diesem Link zu folgen.
Er führt zum Fernsehsender ARTE und zu einem Bericht der Türkin Seldag Schlossmacher, die als Journalistin in Berlin lebt.
Der Henna-Abend ist tief verwurzelt in der türkischen Tradition und folgt ganz bestimmten Ritualen.
Ich finde das spannend und habe den Artikel mit Staunen gelesen

21.11.2011, 20.28 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
berauscht
... von der riesengroßen Auswahl
... und von den Unmengen an Stoff, die zu prachtvollen Brautkleidern verarbeitet waren.

Es gibt in Marxloh Geschäfte mit Ware "von der Stange" und Geschäfte der gehobenen Klasse.
Wir besuchten eines der Luxus-Geschäfte, in dem trotz der exklusiven Kleider fotografiert werden durfte.
Die Ausstattung dieses Geschäftes ist - entsprechend der qualitativ hochwertigen Ware - üppig:
mit tollen Leuchtern, vielen Spiegeln, schwarzem Teppichboden - alles in diesem Geschäft ist in schwarz-gold gehalten.
Sogar die Männer, die an der Tour teilnahmen, waren begeistert und konnten sich nicht sattsehen - von uns Frauen mal ganz zu schweigen
Irgendwie konnten wir uns nicht losreißen - die Kleider sind für unsere Begriffe unglaublich farbenfroh und üppig.
Nicht nur die Brautkleider sind reichlich verziert, sondern viele der bunten Kleider ebenfalls.
Manche Brautkleider sind dermaßen großzügig mit Tüll ausstaffiert dass wir uns gefragt haben, wie eine Braut damit überhaupt in ein Auto (oder in eine Kutsche) kommt?
Die Pailletten- und Perlenstickereien der Brautkleider haben uns staunen lassen - so prachtvolle Kleider hatte bis dahin noch niemand von uns gesehen.
Über die Preise wollen wir aber lieber nicht reden *räusper*
Ach ja: auch für den Bräutigam ist dort die Auswahl reichlich.
Die Herren haben die Wahl zwischen schwarzen, weißen und cremefarbenen Anzügen.
Es versteht sich von selbst, dass jegliches Zubehör vorhanden ist - von Krawatten über Einstecktücher, Hemden, Schuhe und allem möglichen Drumherum.
Als wir in diesem Geschäft waren wurde gerade eine junge Frau als Braut ausstaffiert.
Diese bildhübsche Frau wurde nach allen Regeln der Kunst "verziert" - sie sah umwerfend aus!
Ich finde es schade dass ich nicht weiß, wie dieses Geschäft heißt - ich hätte sehr gerne dorthin verlinkt!
Dies ist ein erster Eindruck - weitere Bilder mit einem besonderen Einblick folgen

09.11.2011, 21.36 | (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL
Türkisch - Deutsch
Am 30. Oktober 1961 wurde das Deutsch-Türkische Anwerbeabkommen unterzeichnet.
Dieses Abkommen bezog sich auf die "zeitlich begrenzte Anwerbung von Arbeitskräften"
Vorangegangen war der 2. Weltkrieg, nach dessen Beendigung es hier in Deutschland an Arbeitskräften mangelte.
Die Bevölkerung war - wie leider auch in vielen anderen Ländern, die in den Krieg verwickelt waren - stark dezimiert, besonders natürlich bei den Männern.
Und da es zu damaligen Zeiten noch so war, dass überwiegend die Männer die Ernährer - somit auch die Arbeitnehmer - waren, fehlten diese ganz besonders.
Die Fabriken brauchten dringend Arbeitskräfte.
Die angeworbenen Arbeitnehmer hatten eine Genehmigung, um 2 Jahre in Deutschland zu bleiben, danach sollen sie wieder ausreisen.
Diese Regelung wurde später gekippt, es folgte der Nachzug der Familien und so kam es, dass türkische Familien dauerhaft in Deutschland sesshaft wurden.
Mittlerweile haben viele von ihnen die Deutsche Staatsangehörigkeit angenommen und leben schon in der 3. Generation hier.
Ganz sicher ist es schwierig - und für viele Menschen mit türkischen Wurzeln auch eine Gratwanderung - mit 2 Kulturkreisen klarzukommen, zwei zum Teil sehr unterschiedliche Lebensarten miteinander zu vereinbaren und der türkischen Tradition sowie den westlichen Lebensgewohnheiten gerecht zu werden.
Ich habe vor einigen Tagen hier in Duisburg eine Stadtführung der besonderen Art mitgemacht.
Es ging zu Fuß und mit der Straßenbahn in zwei sehr unterschiedliche Stadtteile.
Einer der Stadtteile ist Duisburg-Marxloh.
Hier im Duisburger Norden haben sich besonders viele türkische Familien angesiedelt - entsprechend hat sich das Bild dieses Stadtteiles stark gewandelt.
Unsere Gruppe wurde in einem türkischen Imbiss mit ganz frischen, teils gefüllten Sesamringen und türkischem Tee verwöhnt.
Danach gingen wir zu Fuß durch den Stadtteil und waren berauscht ( nicht nur die Frauen!) von den vielen Braut- / Festtagsmoden - Geschäften.
Doch davon zeige ich Euch beim nächsten Mal etwas - es durfte in einem Geschäft nämlich fotografiert werden!
Ganz besonders vorgefreut habe ich mich auf den Besuch der Merkez-Moschee.
Das war für mich der absolute Höhepunkt der Tour - und daran möchte ich Euch heute teilnehmen lassen.
Da wir leider schon sehr spät dran waren, konnten wir keine komplette Führung miterleben - wir wären sonst zu spät an unseren Ausgangspunkt zurück gekehrt.
Immerhin haben wir einige sehr aufschlussreiche Erläuterungen bekommen.
Jetzt aber möchte ich Euch einfach nur ein paar Fotos präsentieren.
Vielleicht beeindruckt einige von Euch die Moschee ja genauso wie sich mich beeindruckt / begeistert hat.

die Moschee von vorne, seitlich befindet sich eine multikulturelle Begegnungsstätte, die von muslimischen und christlichen Menschen betreut wird

die Moschee von innen - hier bekommt man einen Eindruck von der Größe, dabei ist es nur ein kleiner Ausschnitt

Erklärt wurde uns, dass die Männer unten beten, die Frauen oben.
Diese räumliche Trennung hat übrigens nicht mit der Hierarchie der Männer und Frauen in der türkischen Familie zu tun.
Der Grund dafür ist, dass die Männer sich auf das Beten konzentrieren und sich nicht durch den Anblick von Frauen ablenken lassen sollen!
Diese Erklärung war für mich sehr aufschlussreich, war ich doch - wie die meisten anderen Teilnehmer der Gruppe - davon ausgegangen, dass die Geschlechter-Trennung eine Bevorzugung der Männer bedeutet.
Jetzt lasse ich Euch ohne weiteren Kommentar in der Farbenpracht schwelgen:



30.10.2011, 20.25 | (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL
Zugvögel
einer von ihnen zieht ständig seine Kreise über dem Niederrhein und lässt es sich auf der Wiese gutgehen: Will er denn nicht im Warmen überwintern? Hat er sich so gut akklimatisiert, dass er unbeschadet durch unsere doch strenger gewordenen Winter kommt? Und bis er sich entscheiden kann, vergehen sicher noch ganz viele Jahre - leider
Vor einigen Wochen schon konnten wir in der Zeitung lesen, dass eine große Storchen-Schar auf dem Flug in den Süden am Niederrhein eine Rast eingelegt hat.
Nach 2 Tagen Erholungspause in der Nähe von Krefeld sind sie weitergeflogen - ihrem Winterquartier entgegen.
Hm, dachten wir, komisch:
Was der wohl da macht?
Nein, weit gefehlt! Des Rätsel Lösung liegt eigentlich auf der Hand ... denn wir alle wissen doch:
die Babys bringt der Storch!!! ![]()
Und so geschah es, dass am 02. Oktober des Jahres 2011 ein süßer Junge das Licht der Welt erblickte und die Blogbetreiberin zur Oma und ihren Mann zum Opa machte.
Wir sind glückliche Großeltern und freuen uns riesig über unser 1. Enkelkind ![]()
Nachtrag v. 07. Oktober 2011:
Unser kleiner Enkel heißt übrigens
BEN MAARTEN
Den Nachnamen müsst Ihr ja nicht wissen ...
Ich habe so süße Fotos gemacht - aber ohne Bens Zustimmung möchte ich die nicht zeigen.![]()
03.10.2011, 19.58 | (13/13) Kommentare (RSS) | TB | PL
Sommer 2011
Fast alle reden vom Wetter - ich auch ![]()
Ich erinnere mich:
im Frühjahr war es sehr lange viel zu warm und viel zu trocken.
Noch nie haben wir "unseren" Rhein so früh im Jahr so leer gesehen!
Das wenige Wasser war erschreckend, das Gras war gelb und verdorrt wie sonst nur schon mal im Hochsommer, Pflanzen und Blumen hingen traurig in den Töpfen und Beeten - außer wenn sie täglich gründlich gewässert wurden.
Das war die Zeit, in der zumindest hier am Niederrhein alle stöhnten:
hoffentlich gibt es endlich mal wieder Regen!!!
Und jetzt erinnere ich mich noch einmal:
der Regen kam, und mit ihm stark fallende Temperaturen.
Es regnete und regnete und regnete und ...!
Ganz beständig, sehr dauerhaft.
Dazu war das Wetter sehr trüb und meistens grau wie sonst nur im November.
Irgendwie näherten sich die Gefühle und die seelische Lage dem Winterblues!
Und alle seufzten: wann kommt er denn nun - der Sommer 2011?!
Hoffentlich wird es bald wieder wärmer!
Und der Sommer tat uns den Gefallen und meldete sich mit steigenden Temperaturen zurück *freu*
Aber so wollten wir ihn doch auch nicht haben!
Erst kalt und dann gleich wieder so heiß!
Und diese tropische Luft dabei!
An die 30°, gepaart mit einer Luftfeuchtigkeit von manchmal 70% - schweißtreibend war das, anstrengend für den Körper und auch wieder einmal nicht richtig
Ach bitte, lieber Sommer, wir hätten zwischendurch doch gerne mal wieder etwas Regen, damit es sich ein wenig abkühlt.
Auch diese Bitte wurde erhört, und das gleich mehrmals und sehr ausgiebig.
"gewaschen" hatten.
![]() |
Freitag, d. 26. 8., zwischen Straelen und Kerken am Niederrhein:
Ein schweres Gewitter mit Hagel und Sturmböen ist gerade über diese Gegend hinweg gezogen.
Die Hagelkörner hatten einen Durchmesser von ca 3 cm.
Sie sind dermaßen heftig auf mein Auto geprasselt dass ich dachte, Scheiben und Blech gehen kaputt.
Ganze Äste sind über die Felder und Straßen "geflogen" und dort eben auch mal herunter gekracht.
Während des Gewitters war es gespenstisch dunkel.
In einer Gewitter-Pause habe ich dieses Foto gemacht:
![]() |
Der Himmel mit seinen Wolken war sehr beeindruckend
und schön anzusehen

in unserer Zeitung wurde letztens gefragt:
meinen Sie, dass die Gewitter immer mehr geworden sind?
Das Umfrage-Ergebnis habe ich mir nicht angesehen, aber ich habe darüber nachgedacht.
Ich kann mich daran erinnern, auch als Kind schon während der Sommermonate unter großer Hitze gelitten zu haben - und auch an die Sommergewitter kann ich mich sehr gut erinnern.
Wie oft haben wir zuhause gesessen und an unsere Mutter gekuschelt angstvoll auf den Donnerknall und die Blitze gewartet.
Oft waren Donner und Blitze so heftig, dass unsere Mutter mit uns zusammen gebetet hat, damit die Gewitter vorüberziehen, ohne dass der Blitz bei uns einschlägt.
Es gab sie also auch "früher" schon reichlich, diese Gewitter - wenn auch mit weniger katastrophalen Niederschlägen und mit weniger Stürmen.
Oder habt Ihr andere Erinnerungen?
28.08.2011, 11.49 | (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL
Witziges ...
Unschönes und Erstaunliches aus dem Urlaub möchte ich Euch noch zeigen.
Fangen wir doch mal mit dem an, was wir als unschön empfunden haben.
Gehört hatten wir schon früher viel vom Ostseebad Damp.
Es ist sehr bekannt und dort soll es heilsam sein für Menschen mit körperlichen Störungen, die in den orthopädischen Bereich fallen.
"Also", dachten wir uns an einem regnerischen Tag, "machen wir uns auf den Weg und gucken uns dieses tolle Ostseebad mal näher an".
Vom Parkplatz aus ging es in wenigen Minuten zum Yachthafen, der auch der Mittelpunkt des Ganzen ist.
Und da standen wir dann und dachten: das kann doch jetzt nicht wahr sein:

Das können ja nur die Bausünden früherer Jahre sein!
Nein, das entsprach nun überhaupt nicht unseren Vorstellungen von einem Seebad!
Trotzdem setzten wir unverdrossen unseren Weg entlang der Promenade fort, er führte uns zu einem Museum der besonderen Art:

Und so sa dieses Ding auch aus: verrostet, schrottreif und natürlich funktions-unfähig, also geschlossen.
Wir hätten dieses Ungetüm auch ganz sicher nicht betreten.
Ob dieses Schrott-Teil etwa als Hingucker dienen soll?
Es war für uns eher abstoßend und beileibe keine Werbung für Damp.
Da es immer wieder regnete und wir ziemlich frustriert von diesem Ort waren, setzten wir uns an der Promenade in ein überdachtes Café und genehmigten uns dies:

Mein Mann nur einen Pott Kaffee, ich aber brauchte zum Frustab - und Hüftgold - Aufbau unbedingt Vanille-Eis mit Erdbeeren und Sahne, dazu einen großen Cappuccino.
Damp hat sicher einen guten Ruf für Therapie und Reha orthopädischer Leiden - als Wohlfühlort ist es bei uns leider durchgefallen.
Irgendwie witzig, aber auch beklemmend, fand ich diese Zufahrt zu einem Parkhaus in Flensburg.
Hätte ich gewusst, was uns da drinnen erwartet, wäre mir aber das Ansteuern eines Freiluft-Parkplatzes lieber gewesen!
Die Rampe hoch ... und dann standen wir vor diesen Toren!

Ach Du Schreck, gesehen hatten wir so etwas schon mal, aber wir sind noch nie da hinein gefahren.
Und ich kriege manchmal echte Beklemmungen, wenn's eng wird.
Es blieb uns aber nichts anderes übrig, als einen dieser "Schuhkartons" anzusteuern, denn zurücksetzen konnten wir nicht mehr.
Beim Umspringen einer Ampel auf Grün fuhren wir also hinein, und das sah dann so aus:

vorfahren bis zur Wand, Motor abstellen, Handbremse anziehen und das hektisch agierende Navi ignorieren.
Und immer schön das Licht anlassen - denn sonst könnte der Eindruck entstehen, man befinde sich in einem sargähnlichen Behälter.
Puuhh nee, das war wirklich nichts für mich!
Das Auto eingekeilt zwischen Wänden, Decke und Tor ... und dann fing das Ding auch noch an zu ruckeln und zu wackeln:
der Aufzug bewegte sich samt Auto und Inhalt nach oben.
Ich war mehr als erleichtert, als sich das Tor öffnete und wir ans Tageslicht kamen!
Witziges gab es aber auch zu sehen in Flensburgs Straßen, zum Beispiel diese baumelnden Schuhe:

Es gab mehrere zwischen die Häuser gespannte Schnüre mit abgetragenen Schuhen.
Der Sinn des Ganzen ist uns leider nicht klar geworden, denn es gab kein Schuhgeschäft in der Nähe, das damit auf lustige Weise hätte werben können.
Und es gab auch keine Menschen, die wir fragen konnten.
Die Gegend war ziemlich menschenleer, was vielleicht mit daran liegt, dass wir uns gerne mal abseits der ganz normalen Touristenstrecken bewegen.
Uns so kamen wir auch an dieses sehenswerte Haus:
Oben drüber steht:
Ministerium für prikkelige Angelegenheiten
Was sagt uns das?!
Natürlich - hier handelt es sich um ein Tattoo- und Piercing-Studio.
Die Auslagen in den Schaufenstern waren sehenswert - in jeder Hinsicht

Und der Betreiber muss ein gewisser Pit sein, und dieser Pit ist wohl ein echter Scherzkeks *g*
Anscheindend sammelt oder macht er selber Schilder, die die Welt verwirren sollen:

Das Beste aber war für mich sein Klingel-Explorer:

Und der scheint mir ein echtes Multi-Talent zu sein

Dort vertreiben wir nicht nur Spielzeug, sondern wir verkaufen auch Pommes, Frikos, Schaschlik & Co.
Wir sind vielseitiger, als wir dachten

Und jetzt verteile ich noch ein dickes Lob an all diejenigen, die durchgehalten und alles geguckt und gelesen haben!
08.07.2011, 22.17 | (11/11) Kommentare (RSS) | TB | PL
Süßes aus Eckernförde
Fortsetzung: Urlaub
Da ich auch etwas Süßes versprochen hatte geht es jetzt weiter mit einem anderen Ziel in unserer Urlaubs-Gegend - Eckernförde
Ich nehme Euch / Sie mit in die

Im Urlaubs-Prospekt stand, dass man in der Bonbonkocherei bei der Herstellung der Bonbons zusehen könne - und wir hatten Glück!
Eine von der Anzahl her überschaubare Gruppe war angemeldet und wir konnten mitgucken.
Die Fotos haben leider nicht die beste Qualität, da der Arbeitsbereich aus hygienischen Gründen durch eine Glasscheibe von Verkaufsraum und Zuschauern abgetrennt ist. Dadurch ergeben sich bei den Fotos teilweise Spiegelungen oder eine leichte Unschärfe.
Aber ich denke, man kann alles erkennen.
Los geht's:
Zunächst wird die Bonbonmasse in großen Kesseln gekocht, bis sie die richtige Konsistenz hat.
Die 120° heiße Masse wird auf Tische gegossen.
Diese Tische haben eine Wärmeauflage, damit die Masse nicht ruckzuck auskühlt und unformbar wird.
Damit das herzustellende Bonbon die entsprechende Farbe und den richtigen Geschmack erhält, werden auf die fast farblose Bonbonmasse der natürliche Farbstoff und das natürliche Aroma gegeben.
Das Ganze wird dann sehr zügig mit einem Spatel vermischt:

Wie man sehen kann, tragen die Bonbon-Macher zum Schutz vor Verbrennungen dicke Handschuhe.
Nun muss es schnell weitergehen.
Die Masse wird jetzt mithilfe der Spatel immer wieder übereinander geklappt und dann mit den Händen / Fäusten durchgemengt.
Das ist eine anstrengende Arbeit und erfordert sehr viel Kraft.

Nachdem alles verknetet ist, wird der schwere Bonbon-Teig

mit Kegelrollern zu gleichmäßigen Strängen "geplättet".
Diese werden auf einer Wärmeplatte abgelegt, bis sie weiterverarbeitet werden.
Die Stränge dürfen zwar etwas abkühlen - auskühlen dürfen sie aber nicht, da sie sonst hart und unformbar würden.
Die Bonbonkocherei Hinrichs arbeitet zwar mit einigen technischen Hilfsmitteln, ist aber nicht hochindustrialisiert - die Handarbeit überwiegt deutlich!
Ein handbetriebenes Walzwerk - eine echte Rarität - kommt hier auch noch zum Einsatz.
Dies hier

sind nur einige der vielen Walzen, die in diese Maschine eingesetzt werden können.
Die Prägungen der Walzen bestimmen die Form der Bonbons.
Nachdem der schwere Teig in Stränge gebracht wurde, wird er portionsweise in die Walze gegeben.
Durch Drehen der Kurbel per Hand wird der Teigstrang durchgewalzt und verlässt die Walze als Bonbon-Platte.
Die Bonbon-Platten werden dann zum vollständigen Auskühlen und Härten zur Seite gelegt.
Sind die Platten ausgehärtet, müssen die Bonbons natürlich noch getrennt werden.
Das geht zwar auch mit einer guten Schere - wie uns bewiesen wurde - allerdings war das ein Scherz, denn wer schneidet schon mit einer Schere tausende von Bonbons auseinander?!

Nein - nicht mit der Schere, sondern mithilfe eines großen Scheffels werden die Bonbon getrennt.
Die harte Bonbon-Platte wird mit Schwung in den Scheffel geschoben, dabei brechen die dünneren Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Bonbons durch.
Beim folgenden Bild könnt Ihr vielleicht schon erahnen, welches Bonbon produziert wurde?

Jetzt sind die Bonbons alle einzeln, aber sie sind nicht glatt, sondern an den Bruchstellen gespickt mit spitzen Ecken.
Wie bekommt man diese Ecken nun weg?
Abfräsen? Oder jetzt doch die Schere nehmen?

Ach nein, es geht dann doch etwas einfacher:
rein damit in das große Sieb mit dem starken Gitter und kräftig hin und her rütteln!
Die spitzen und scharfen Kanten der Bonbons werden dadurch abgeschliffen, fallen durch das Gitter und fertig sind die ...
wohlgeformten, glatten Himbeer-Bonbons *schluck*
Diese Bonbons hier waren eine relativ neue Geschmacks-Kompostition:
Himbeere mit Lakritzkern - daher auch die dunkleren Stellen.
Genauso wie diese mutige Kreation gibt es noch ganz viele andere überraschende Zusammenstellungen.
Wir haben nach der Vorführung natürlich auch noch ordentlich zugeschlagen.
Es gab fertig gefüllte Gläser mit Bonbons "quer durch den Garten die Produktionspalette" - aber auch Bonbons zum Selbermischen.
Einen Teil unsere Ausbeute habe ich später fotografiert:

Für jede Tochter samt Partner ein Glas Gemischtes und je 2 Lollies.
Für mich eine Tüte Buntes, selber zusammengestellt.
Mein Mann hat für sich Lakritziges mitgenommen, was aber meines Wissens nicht selber hergestellt wurde.
Das letzte Foto zeigt von meinen Bonbons jeweils eine Geschmacksrichtung:
Obwohl manche der Exemplare farblich ziemlich ähnlich sind, hat jedes dieser Bonbons einen anderen Geschmack.
Und ich kann Euch versichern:
jedes Bonbon war ein absolutes Geschmacks-Erlebnis!
Ich habe Bonbons gelutscht die fruchtig waren, die prickelten wie Brause, die nach Sommer/Sonne/Süden schmeckten oder nach Vanille mit Frucht.
So eine Vielfalt habe ich noch nie genossen!
Hervorheben möchte ich noch einmal, dass in dieser Bonbonkocherei nur mit natürlichen Aromen gearbeitet wird - und das kann man schmecken!!!
Wie Ihr seht habe ich keine Mühen gescheut, Euch diese Bonbons schmackhaft zu machen
- und dafür würde ich mich jetzt selber gerne mit einem dieser Bonbons belohnen ... aber ich habe keines mehr!
19.06.2011, 18.40 | (7/7) Kommentare (RSS) | TB | PL
Schilder / Fortsetzung Urlaub
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Angucken!
Kurz vor unserem Urlaubs-Ziel mussten wir mit der Fähre nach Arnis
(die kleinste Stadt Deutschlands) übersetzen.
Wir fahren also auf das Wasser zu und sehen diese Signalanlage mit folgendem Schild:

Hm ...! Ich bin Beifahrerin und steige aus, gucke mich um, niemand da, den ich fragen kann, ob ich tatsächlich die Scheibe in eine schräge Postition bringen muss.
Endlich steigt jemand aus einem Auto aus und ich frage nach.
Leider hatte die Dame auch nicht den leisesten Schimmer, ob das stimmt.
Ich bin dann mal davon ausgegangen, dass diese rote Scheibe dem Fährmann auf der anderen Seite der Schlei signalisiert:
hier will jemand rüber!!!!
Also: Scheibe schräg stellen (s. o.) und hübsch brav der Anweisung folgend wieder in die Senkrechte bringen, sobald die Fähre anlegt.
So kriegt man andere Menschen ans Arbeiten


Da wir nicht schwimmen wollten entschieden wir uns, dem linken Schild Folge zu leisten!



Genützt hat es wohl herzlich wenig. Vielleicht wurde es immer erst gelesen, wenn man sich die Nase schon gestoßen hatte? Ich spreche da jetzt überhaupt nicht von mir

Und jetzt weiß ich auch, dass Hunde keinen Kot hinterlassen sollen, sondern:
Tja, und damit man sich beim Schwimmen auf der Straße nicht die Knie anstösst, gibt es wohl dieses Schild:

12.06., Ergänzung:
Das untere Schild haben wir in Kronsgaard gesehen.
Und es gibt für dieses und weitere Schilder nicht gerade einen spaßigen Hintergrund.
Darum gibt es dazu jetzt auch noch eine Info:
Die Straße K 111 führt nach Kronsgaard - und schon lange, bevor man diesen Ort errreicht, holpert, ruckelt und "schlaglöchert" man sich diese Strecke entlang.
Was schon eine Zumutung für Autofahrer und ihre Autos ist, die nur "mal eben" diesen Ort durchfahren, das ist mit Sicherheit eine Katastrophe für die Anwohner von Kronsgaard.
Es gibt dort noch mehr Schilder, welche die Verärgerung der Menschen über diese sehr schlechte Straße zum Ausdruck bringen, sie waren nur nicht so dekorativ wie das gezeigte Schild.
Zu lesen war noch:
K 111 - Slalomfahren verboten
K 111 - Stoßdämpfer-Teststrecke
Die gesamte Strecke durfte übrigens nur mit Tempo 20 ! befahren werden, was eigentlich schon alles aussagt.
Wir sind übrigens an einigen Stellen trotzdem Slalom gefahren, aus lauter Sorge um unser Auto!
Nur auf das Schwimmen in den Pfützen bzw. Schlaglöchern haben wir verzichten - da war nämlich kein Wasser drin

09.06.2011, 21.50 | (10/10) Kommentare (RSS) | TB | PL
aus dem Urlaub ...
sind wir zurückgekehrt.
Da ich weder Fotos bearbeiten noch bloggen wollte - Urlaub eben
- zeige ich Euch rückblickend einige Bilder und nehme Euch mit zu manchen Orten.
Es wird Süßes, Interessantes, Witziges, Schönes und weniger Schönes und viel Natürliches zu sehen geben.
Und dies alles wohldosiert und in gut verdaulichen Häppchen 
Heute stelle ich Euch unser Urlaubsdomizil vor.
Unser Ziel war Grödersby bei Kappeln an der Schlei.
Empfangen wurden wir sehr fröhlich und freundlich von Halina Jürgensen, der Dame des Hauses und der Hüterin über die Ferienwohnungen.
Schon beim Betreten unserer FeWo waren wir angenehm überrascht.
So groß, so hell, ganz neu und dazu sehr geschmackvoll eingerichtet - eine Traumwohnung!
Und als Krönung des Ganzen erwartete uns dann dieser Ausblick:

Dies ist der Blick von unserer Terrasse zu einem Teil des Grundstückes.
Natürlich wollten wir die mitgebrachten Lebensmittel im Kühlschrank verstauen.
Beim Öffnen der Kühlschranktüre kam die 2. Überraschung:


je nach Wetter.
So war's bei schönem Wetter auf der Terrasse:


Egal von wo:
wir guckten immer in den Garten, über das Schilf bis hin zur Schlei - traumhaft!
In der ersten Urlaubswoche war uns das Wetter nicht gerade wohlgesonnen.
Es war sehr kühl und nass.
Aber in der zweiten Woche erreichte uns endlich auch die Sonne - und somit konnten wir unter Obstbäumen lesen, dösen und entspannen:
Unsere FeWo lag nicht im Haupthaus, sondern in einem angrenzenden Gebäude, ganz für sich.
Hier ist es zu erahnen, und zwar links hinter den Bäumen.
Und wer jetzt wissen will, wo wir waren, soll das auch noch erfahren:
Halina und Andreas Jürgensen, Grödersby bei Kappeln
Eine HP gibt es wohl nicht, ich hab jedenfalls keine gefunden, werde aber noch mal anfragen.
Falls es eine gibt, werde ich den Link hier noch einsetzen.
Wir möchten diese FeWo gerne weiter empfehlen.
Ich denke, die Bilder sprechen für sich.
Übrigens: in dieser FeWo war wirklich alles da - so eine Komplettausstattung (auch in der Küche) haben wir noch nie erlebt.
An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Vermietern für die freundliche Aufnahme, die super gepflegte Fewo und für den Ableger, der hoffentlich bei meiner Pflege anwachsen und gedeihen wird

Weitere Berichte folgen.
PS.:
wer Interesse an dieser FeWo hat, kann mich gerne anmailen für Telefonnummer, Adresse und Email-Adresse.
Noch besser:
jetzt habe ich den Link und wer möchte, kann gerne direkt hier auf die Seite von Familie Jürgensen gehen.
Zu sehen ist allerdings nicht die ganz neue Wohnung, in der wir gewohnt haben.
Diese Wohnung finde ich persönlich noch schöner, moderner, heller - und eben auch mit der eigenen Terrasse direkt am WZ ...
Sicher ist, dass auch die gezeigte Wohnung sehr gut eingerichtet ist, sie verfügt über eine Hochterrasse mit einer Treppe in den Garten, der genau derselbe ist wie der, den ich im Bericht zeige!
Danke nach Grödersby für die Zusendung des Links!
05.06.2011, 22.34 | (9/9) Kommentare (RSS) | TB | PL





